Xary im Jan.10
Hier folgen nun ein paar Bilder von Xary.
Leider sind durch Umzüge und Computerwechsel viele Bilder verloren gegangen.
Fotoshow
Einzug
Im Frühjahr 2003 sind wir als Patchworkfamilie zusammen gezogen – in eine Doppelhaushälfte auf dem Dorf.
Lange schon wünschte ich mir einen Hund. So schauten wir uns in der Tageszeitung, der örtlichen Wochenzeitung und auch im Internet um. Der Blick von Claus fiel auf Labdradormischlinge, die ein neues Zuhause suchten – im Großraum Minden. Der Familienrat tagte und beschloß hinzufahren und uns einfach die Welpen anzuschauen. So fuhren wir am 05. Juli 2003 zu Xary.
Dort erwartete uns ein kleiner Grusel: die Mutter, eine schwarze tonnenförmige Labradorhündin mit dünnen Beinen wohnte mit im Haus der „Züchter“. Die beiden Kleinen, die noch ein Zuhause suchten, „wohnten“ in einem Bretterverschlag ohne Fenster auf Schlammboden. Fröhlich kamen sie herausgestürmt. Der Schwarze spielte sofort mit uns und dem Ball, der andere – ein flauschiges Etwas – setzte sich etwas traurig an die Seite. „Der ist irgendwie aus der Art geschlagen. Und sieht komisch aus. Wir nennen ihn Pusteblume.“ sagte die fremde Frau. Mir gefiel der Schwarze besser, aber mein Mann Claus protestierte und sagte, wir sollten doch den Flauschi nehmen. Der würde viel schlechter ein neues Zuhause finden, wo ihn hier doch eh keiner richtig leiden mag. Und er so untergebuttert wird, dass er noch nicht einmal mit dem Ball mitspielen wolle. Das überzeugte mich.
Und wir handelten, wie man NIE handeln sollten und kauften aus Mitleid den kleinen Flauschi innerhalb von ½ halben Stunde Entscheidungszeit! Über und über mit Flöhen bestückt. Dreckig und stinkend. Ohne Impfpass. Mit einem Bauch voller Essensreste, die sich dann in unser Auto ergossen. Und natürlich hatten alle Läden zu, denn es war Samstag nach 14.00 Uhr und wir wollten ja nur gucken.
Flauschi erheilt den offiziellen Namen „Xary“. Obwohl – der Namen „Flauschi“ auch geblieben ist.
Mangels sonstiger Hilfsmittel badeten wir ihn bis Montag täglich in einer Badewanne im Garten. Montag stand dann sofort unser Tierarztbesuch an, der die Hände über dem Kopf zusammen schlug.
Natürlich bekamen wir alles in Ordnung - sämtliche Parasiten wurden schnell vertrieben.
Richtig stubenrein wurde Xary während unseres Wohnwagenurlaubs 2003 im Harz. Den Wohnwagen liebte er von Anfang an und überlegte sich, wie er uns zeigen könnte, dass er sich lösen möchte.
Rückblickend gestehen wir uns ein, dass wir in der Hundeerziehung von Xary viele Fehler machten. Er brachte nun mal nicht die optimalen Voraussetzungen mit. Kaum Prägung auf Menschen und Geräusche/Umwelt. Keinen Kontakt mit großen Hunden. Aufbewahrt in einer Bretterbude. Außerdem war er schon knapp 14 Wochen alt. Und sein Bindungswillen an den Menschen nicht so gross. Schwierig wurde es auch dadurch, dass er ein „Sichtjäger“ ist. Und wie wir später feststellten, ein „Glas-Füsschen“, was nicht viel Druck verträgt.
Xary hat sich zu einem ganz lieben Familienmitglied entwickelt.