Zorro Nov.09

April 2009

Nov.Spaziergang`08

Jugendbilder

Einzug

Nachdem Moray uns im August 2007 verlassen hat und sich Maria partout weigerte, sich mit dem Thema "Hund" auseinanderzusetzen taten wir (Anja und Claus) es notgedrungen.
In Herbst `07 und Winter 07/08 war ich (Anja) oft abends allein. Maria, Till und Claus waren unterwegs. Chor, Sport und Skat. Da Xary damals außerhalb seiner "Geschäftszeiten" keinen Mucks sagte, beschlossen wir, uns noch einen Hund zuzulegen.
Bücher wurden gewälzt und da Claus ein schon lange ein Auge auf Hovawarte geworfen hatte, fiel die Entscheidung relativ schnell. Mir gefielen die schwarzmarkenen am besten. Ein Rüde (wegen Xary) sollte es auch sein. Und so begaben wir uns auf die Suche.
Wir hatten uns eine Züchterin ausgesucht. Aber die Hündinnen wurden und wurden nicht läufig. So schauten wir uns dann anderweitig um. Und kamen auf den Wurf von Zorro und Geschwistern. Bei der Züchterin vom Hachtetal wuselte es nur so von kleinen Hovawarten. Sie betreibt die Zucht gewerbsmäßig. Auch mit Leonbergern und Cavalier King Charles Spaniel. Ihre Argumentation schien uns einleuchtend (nicht dem Staat auf der Tasche liegen) und so blieben wir und machten nicht kehrt.
Die ganze Atmosphäre zum Kennenlernen und Aussuchen war jedoch nicht gemütlich. Die Heizung funktionierte nicht (es war also im Haus sehr kalt) und es roch auch sehr streng (die untere Etage des Hauses) stand mit ihren verschiedenen Zimmern den Welpen zur Verfügung und waren mit Sand ausgestreut.
Drei schwarzmarkene Rüden (6 Wochen alt) standen zur Auswahl. Maria hatten wir mitgenommen. Von den drei Rüden reagierte Zorro am besten auf Menschen. Er war derjenige, der sofort auf Maria zugesprungen war und sie auch immer im Auge hatte. Wir baten um zwei Tage Bedenkzeit, die uns auch gewährt wurden. Schaffe ich (Anja) das auch mit einem Hovawart? Denn die Hauptarbeit würde wohl bei mir bleiben. Und immerhin hatte ich noch einen großen Haushalt, einen großen Garten, zwei Kinder zu erziehen und eine Katzenzucht und war Vollzeit arbeiten zu diesem Zeitpunkt. Dann unterschrieben wir. Ich mit einem nicht 100%igen guten Gefühl ...
Was sich dann auch bewahrheitete....
Und hätten wir zu diesem Zeitpunkt geahnt, dass sich Maria nur 10 Tage später innerhalb eines Samstags für Chester entschied, hätten wir keinen Vertrag unterschrieben.

Zorro sah aus wie eine "Igelwurst" und so erhielt er kurzerhand den Namen "Igel". Er war ein sehr anhänglicher und unkomplizierter Welpe - die Welpenbindung funktionierte super.
Jedoch war Chesti (4 Monate alt) zu seinem Einzugstag schon 4 Tage bei uns. Und verteidigte deutlich seine Ressourcen. Zwei Welpen gleichzeitig haben wir nicht als toll empfunden und werden das auch nie wieder praktizieren.
Was aber von Anfang an deutlich war: Zorro liebte Maria mehr als jeden anderen aus der Familie. Seine Augen bekamen immer einen wehmütigen und sehnsüchtigen Glanz, wenn Maria nur mit Chesti spazierenging.
Ich bin überzeugt davon, dass sich der Hund/die Hündin seinen/ihren Menschen aussucht. So ist es auch hier geschehen (bei unserem dritten Hund). was ich daraus gelernt habe? Suche ich eine Hund für mich, nehme ich Maria nicht mehr mit ;-)

Ab Juni `08 hatten wir die Probleme mit der Lahmheit. Und im Juli wurde die Ellenbogendyplasie diagnostiziert. Im August `08 überstand Zorro die Operation.

Nachtrag 01.07.2011
Inzwischen sind auch Zorro und ich ein gutes Team. Wir haben uns zusammengerauft - wie man sagt. Seit einem Jahr ist Maria ausgezogen, um ihrer Berufung - der Försterei - zu folgen. Unser kleines Rudel hat sich gefestigt. Und Zorro arbeitet und kuschelt mit mir, als hätte er sich nie anders orientiert. Sicherlich hängt das auch damit zusammen, dass sich in meinem Leben viel verändert ("entschleunigt") und ich viel mehr Zeit für mich und die Hunde habe :)